200 Ziegen, ein Hütehund und ein Konzern mit zu viel Rasenfläche.
- Laura Andracchio

- 11. März
- 1 Min. Lesezeit
Rasenmähen ist laut, unromantisch und riecht nach Benzin. Da dachte sich jemand:
"Goatverdammi nomal" - das muss doch auch anders gehen.
Nachhaltigkeit auf vier Beinen – plus Pfote
2006 entschied sich Google, die Rasenpflege am Googleplex in Mountain View etwas anders zu lösen. Statt Benzin und Lärm: 200 gemietete Ziegen von „California Grazing“. Dazu eine Hirtin. Und: Jen, der Border Collie. Ihre Aufgabe: Ordnung in der Herde, Überblick behalten, Ziegen koordinieren. Also quasi das, was Projektmanager auch tun – nur effizienter.
Google meinte dazu im Blog:
It costs us about the same as mowing, and goats are a lot cuter to watch than lawn mowers.
2009 kamen sie zurück, die Ziegen. Titel des Blogposts: „The goats are baaaahk!“ (könnte glatt von mir sein ) und sie taten das, was sie am Besten können: Gras fressen, Boden düngen, Mitarbeiter beruhigen. Der Arbeitstag war also irgendwo auch immer ein Besuch im eigenen Streichelzoo.
Ob Google heute noch auf Ziegen setzt?
Unklar. Aber die Geschichte lebt – und wirkt glaubwürdiger als so mancher Nachhaltigkeits-Claim mit Stockbildern und Siegeln.

Nachhaltigkeit "The Goat Way"
Man kann über Google sagen, was man will. Aber hier müssen selbst Zyniker zugeben: Diese Aktion sagt mehr als jedes „Wir sind nachhaltig“-Geschrei aus dem CSR-Baukasten.
Nachhaltigkeit mal richtig gemacht.
Und zum Google Blogartikel geht's übrigens hier lang:

Alpakas statt Rasenmäher :)