In Schweden laufen schon über 4000 NFC-Cyborgs herum

Stockholm. 2017.
Während du noch deinen Zuhause vergessenen Badge suchst, hält dein schwedischer Kollege einfach seine Hand an die Tür – und zack, sie geht auf.
Was aussieht wie Sci-Fi, ist Alltag bei einigen schwedischen Firmen.
Wer steckt hinter den NFC-Chips?
Biohax International, das wohl freundlichste dystopische Startup Europas. Sie pflanzen dir einen NFC-Mikrochip unter die Haut – so gross wie ein Reiskorn. Damit öffnest du Türen, loggst dich ein, bezahlst Snacks am Automaten oder checkst deinen Gym-Zugang. Alles mit einem lässigen Hand-Winken.
Wie kommt man zu dem Chip?
Einverständniserklärung unterschreiben, dann geht's los.
Der Chip wird zwischen Daumen und Zeigefinger injiziert.
Keine Betäubung, kein grosses Drama. Nur ein kurzer „Autsch“-Moment.
Danach bist du offiziell Cyborg.
Die Teile sind biokompatibel (klar, oder). Kein Akku, kein GPS, kein WLAN – nur ein passiver NFC-Transponder. Also keine Angst: Niemand trackt dich permanent. Noch nicht.
Was spricht dafür? Was dagegen?
Aber wie bei so ziemlich allem im Leben, gibt's Pro und Kontra Argumente.
Pro: Nie wieder Schlüssel verlieren, Passwörter vergessen oder „Badge daheim gelassen“-Ausreden.
Contra: Du hast jetzt basically deine digitale ID im Körper. Und wenn wir nach all meinen Posts eines über digitale Infrastrukturen gelernt haben dann: Wenn du rein kannst, kann dich jemand auch rauskicken.
Biohax nennt das Ganze übrigens das „Internet of Us™“.
Klingt erstmal fancy – ist aber auch ein bisschen Black Mirror wenn ihr mich fragt.
The Dark Side of se Chip
Biohax verkauft den Chip als "Lifestyle-Gadget". Aber Fakt ist:
Niemand weiss, was das Teil langfristig mit deinem Gewebe macht.
Du kannst es nicht einfach selbst entfernen (Spoiler: Es braucht ein Skalpell).
Datenschutz? In vielen Ländern unklar. Wenn der Chip eine ID trägt – wem gehört die?
Der Hype in Schweden
Schätzungen zufolge haben sich dort bereits über 4'000 Menschen chippen lassen Von Angestellten bei Banken über Bahnfahrer bis hin zu Tech-Nerds, die einfach keinen Bock auf Portemonnaies haben. Selbst die schwedische Bahn testete 2017 Ticket-Scanning per Handchip.
„Praktisch“, sagten die einen.
„Ende der Privatsphäre“, die anderen.
Fazit
Das Ganze ist irgendwo zwischen Convenience Porn und Körperverletzung mit Stil. Aber eines steht fest: Schweden hat uns wieder gezeigt, dass Zukunft nicht in Kalifornien, sondern im Norden passiert. Und manchmal buchstäblich unter die Haut geht.
Und nun zur wichtigsten Frage: Würdest du dich chippen lassen?
Hier könnt ihr mehr darüber lesen wenn's euch interessiert (oder Angst macht):
Du willst lieber kurz ein Video dazu sehen? I got you covered:




Nie im Leben, würde ich mir so ein Ding implantieren lassen! Alles läuft in die Richtung, die ich schon seit Jahren spüre.
Nämlich Totalüberwachung.