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In Schweden laufen schon über 4000 NFC-Cyborgs herum

Autorenbild: Laura Andracchio
Laura Andracchio
20. Mai
2 Min. Lesezeit

Stockholm. 2017. 


Während du noch deinen Zuhause vergessenen Badge suchst, hält dein schwedischer Kollege einfach seine Hand an die Tür – und zack, sie geht auf. 

 

Was aussieht wie Sci-Fi, ist Alltag bei einigen schwedischen Firmen.


Wer steckt hinter den NFC-Chips? 

Biohax International, das wohl freundlichste dystopische Startup Europas. Sie pflanzen dir einen NFC-Mikrochip unter die Haut – so gross wie ein Reiskorn. Damit öffnest du Türen, loggst dich ein, bezahlst Snacks am Automaten oder checkst deinen Gym-Zugang. Alles mit einem lässigen Hand-Winken.

 

Wie kommt man zu dem Chip?

  • Einverständniserklärung unterschreiben, dann geht's los. 

  • Der Chip wird zwischen Daumen und Zeigefinger injiziert.

  • Keine Betäubung, kein grosses Drama. Nur ein kurzer „Autsch“-Moment.

  • Danach bist du offiziell Cyborg.

 

Die Teile sind biokompatibel (klar, oder). Kein Akku, kein GPS, kein WLAN – nur ein passiver NFC-Transponder. Also keine Angst: Niemand trackt dich permanent. Noch nicht.


Was spricht dafür? Was dagegen?

 Aber wie bei so ziemlich allem im Leben, gibt's Pro und Kontra Argumente. 


  • Pro: Nie wieder Schlüssel verlieren, Passwörter vergessen oder „Badge daheim gelassen“-Ausreden.

  • Contra: Du hast jetzt basically deine digitale ID im Körper. Und wenn wir nach all meinen Posts eines über digitale Infrastrukturen gelernt haben dann: Wenn du rein kannst, kann dich jemand auch rauskicken.

 

Biohax nennt das Ganze übrigens das „Internet of Us™“

Klingt erstmal fancy – ist aber auch ein bisschen Black Mirror wenn ihr mich fragt.

 

The Dark Side of se Chip

Biohax verkauft den Chip als "Lifestyle-Gadget". Aber Fakt ist:

 

  • Niemand weiss, was das Teil langfristig mit deinem Gewebe macht.

  • Du kannst es nicht einfach selbst entfernen (Spoiler: Es braucht ein Skalpell).

  • Datenschutz? In vielen Ländern unklar. Wenn der Chip eine ID trägt – wem gehört die?

 

Der Hype in Schweden

Schätzungen zufolge haben sich dort bereits über 4'000 Menschen chippen lassen Von Angestellten bei Banken über Bahnfahrer bis hin zu Tech-Nerds, die einfach keinen Bock auf Portemonnaies haben. Selbst die schwedische Bahn testete 2017 Ticket-Scanning per Handchip. 

 

„Praktisch“, sagten die einen.

„Ende der Privatsphäre“, die anderen.

 

Fazit

Das Ganze ist irgendwo zwischen Convenience Porn und Körperverletzung mit Stil. Aber eines steht fest: Schweden hat uns wieder gezeigt, dass Zukunft nicht in Kalifornien, sondern im Norden passiert. Und manchmal buchstäblich unter die Haut geht.


Und nun zur wichtigsten Frage: Würdest du dich chippen lassen? 

 

Hier könnt ihr mehr darüber lesen wenn's euch interessiert (oder Angst macht): 

 

Du willst lieber kurz ein Video dazu sehen? I got you covered: 




1 Kommentar


Doris Andracchio
20. Mai

Nie im Leben, würde ich mir so ein Ding implantieren lassen! Alles läuft in die Richtung, die ich schon seit Jahren spüre.

Nämlich Totalüberwachung.

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