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Ein Kleid. Millionen Suchanfragen. Die Geburt von Google Images.

Autorenbild: Laura Andracchio
Laura Andracchio
25. Feb.
2 Min. Lesezeit

Wir alle nutzen es täglich. Die Google Bilder-Suche. Aber wisst ihr eigentlich, wer Schuld daran trägt, dass wir das überhaupt tun können? Wer hatte bei der Erfindung von Google Images die Finger im Spiel? Dafür müssen wir sage und schreibe 26 Jahre zurückblicken. Und ich sage euch, die Antwort wird euch überraschen 😅


Das Versace-Kleid, das Google Images ermöglichte

Jahr: 2000.

Location: Grammy Awards.

 

Jennifer Lopez taucht in einem Versace-Kleid auf, das mehr Ausschnitt als Stoff hat.

Die Welt dreht durch. Millionen Menschen wollen das Kleid sehen – sofort.


«Bilder! Um Himmels Willen - wir brauchen Bilder!!»

Die Suchanfragen nach «J.Lo Grammys Dress» explodierten – und Google war überfordert. Die Leute wollten nicht wissen, wer das Kleid entworfen hat – sie wollten es sehen. Google registrierte damals eine noch nie dagewesene Anzahl an Suchanfragen nach einem einzigen Begriff:


«Jennifer Lopez Grammys Dress».


Doch es gab ein Problem: Google konnte keine Bilder liefern. Alle Suchanfragen landeten auf der Grammy Website, wo das Bild von J.Lo innerhalb von nur 24 Stunden nach der Veranstaltung 642'917 Mal heruntergeladen wurde. Und was macht man, wenn Millionen Menschen dasselbe schreien? Rischtisch - man baut ein neues Produkt. Google Images ging 2001 live – als direkte Antwort auf ein virales Phänomen vor Social Media. Ein grünes Kleid führte also zu Technologiewechsel. Was lernen wir daraus?


Nutzerverhalten ist grösser als Marketing-Intuition

Die Nachfrage nach Bildern war da – Google musste nur hinhören. Virale Momente erkennen & daraus Produkte entwickeln. 19 Jahre später, im Jahr 2019, lief die liebe Jenny (don't tell her) das Kleid nochmal – auf dem Laufsteg. Vorher wurden Google-Suchanfragen auf eine Leinwand projiziert. Für die die's noch nicht wissen - das nennt man smartes Content-Recycling.


Weiss Miss Lopez denn dass sie schuld an der Entwicklung ist?

Was denkst du denn? 😉 In einem Gespräch mit Marie Claire, spricht sie über das Kleid, den Moment und was sie von dem ganzen hält. Das Video findet ihr am Ende dieses Beitrags. Und für die, die einfach nur das grüne Kleid sehen wollen, Google Images is the way to go.


Die Suchanfrage kennt ihr ja jetzt: Jennifer Lopez Grammys Dress


Fazit:

Manchmal reicht ein Stück Stoff, um ein ganzes Ökosystem zu verändern.

Und manchmal vergessen wir, wo echte Innovation eigentlich herkommt:

 

Vom Menschen. Nicht vom Tool.



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